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Press Release

Too Good To Go expandiert über den Lebensmittelbereich hinaus

Gepostet am Oktober 15, 2026
A green Too Good To Go bag filled with beauty products on a bathroom counter.
  • Um Ressourcenverschwendung als wirtschaftliches wie auch ökologisches Problem ganzheitlich anzugehen, erweitert Too Good To Go sein Portfolio über den Lebensmittelbereich hinaus um neue Produktkategorien.
  • Künftig werden Produkte aus fünf neuen Segmenten in der App verfügbar sein: Hautpflege, Nahrungsergänzungsmittel, Wohnen & Haushalt sowie Heimtierbedarf und Blumen & Pflanzen.
  • Verbraucher*innen erhalten zukünftig noch mehr Möglichkeiten, nützliche Alltagsprodukte zu attraktiven Preisen in der Too Good To Go App zu entdecken. Partner können den Wert ihrer überschüssigen Waren sichern, Abfälle reduzieren und zusätzliche Kundenfrequenz, Produkttests sowie neue Kundenbeziehungen generieren.
  • Die Erweiterung des Angebots schont den Geldbeutel, erhöht die Wertschöpfung und vermeidet gleichzeitig Müll – ein spürbarer Mehrwert für Verbraucher*innen, Wirtschaft und Umwelt.

Zürich, 15. Oktober 2026 — Too Good To Go, der weltweit grösste Marktplatz für überschüssige Lebensmittel, erweitert sein Angebot über Nahrungsmittel hinaus. Partnerunternehmen können künftig auch Produkte aus weiteren Bereichen über die App zur Rettung anbieten: Hautpflege (u. a. Gesichts-, Körper-, Haar-, Zahnpflege- und Make-up-Produkte), Nahrungsergänzungsmittel, Wohnen & Haushalt (zunächst Reinigungsmittel, Waschmittel und Dekoartikel) sowie Heimtierbedarf und Blumen & Pflanzen. Über 8’500 Partnerbetriebe bieten Produkte der neuen Segmente über die App an – rund ein Drittel davon arbeitet bereits bei der Rettung von Lebensmitteln mit Too Good To Go zusammen.

«In der heutigen Gesellschaft haben wir hocheffiziente Prozesse entwickelt, um Produkte in grossem Massstab herzustellen und zu verkaufen, was zu einem enormen Überfluss an Waren geführt hat – doch wir schaffen es nicht, mit der gleichen Konsequenz sicherzustellen, dass das, was übrig bleibt, auch genutzt wird. Da unser Alltag bequemer geworden ist, haben wir den Sinn für den tatsächlichen Wert dieser Dinge verloren. Früher haben wir aufgegessen, für alles eine Verwendung gefunden und instinktiv gezögert, bevor wir etwas weggeworfen haben. Hier setzt die Mission von Too Good To Go an: Wir machen das Unsichtbare sichtbar. Denn Wert existiert überall um uns herum. Ob es sich um eine Mahlzeit, eine Feuchtigkeitscreme, eine Pflanze oder Tiernahrung handelt: Unsere Aufgabe ist es, jemanden zu finden, der es gebrauchen kann. Manche Produkte sind einfach 'too good to go' - also zu schade, um weggeworfen zu werden», so Mette Lykke, CEO von Too Good To Go.

Verschwendung und Ressourcenverlust enden nicht bei Lebensmitteln, so geht auch die Mission von Too Good To Go darüber hinaus. In den vergangenen zehn Jahren ist der Marktplatz gewachsen und verbindet heute weltweit 150 Millionen registrierte Nutzer*innen mit 200’000 aktiven Partnerbetrieben. Too Good To Go nutzt diese Reichweite nun für die Expansion und ermöglicht es Unternehmen, Überbestände verschiedenster Warengruppen wirtschaftlich zu verwerten, während Verbraucher*innen nützliche Alltagsprodukte zu deutlich vergünstigten Preisen erwerben können.

Dass dieses Modell abseits von Lebensmitteln funktioniert, hat Too Good To Go bereits durch ausgewählte Partnerschaften im Bereich Heimtierbedarf, Blumen und Pflanzen bewiesen. Diese Erfahrungswerte bündelt das Unternehmen nun, um das Angebot gezielt auf weitere Bereiche auszuweiten.

«Unsere Partner kommen immer häufiger mit Herausforderungen abseits von Lebensmitteln auf uns zu und fragen, ob wir helfen können. Überbestände gibt es in jedem Verkaufsregal. Wir sehen hier die klare Chance, unser Know-how breiter einzusetzen und Partner zu befähigen, über ihr gesamtes Sortiment hinweg Verluste und Abfall zu vermeiden», ergänzt Lykke.

Wertschöpfung statt Abschreibung

Überschüsse entstehen in allen Bereichen, z. B. durch Haltbarkeitsdaten, Saisonwechsel oder Nachfrageschwankungen. Ein Verpackungs-Update kann dazu führen, dass sich ein Kosmetikprodukt im bisherigen Design schwerer verkaufen lässt. Durch Sortimentswechsel fallen bestimmte Farbnuancen oder Geschmacksrichtungen weg. Zum Saisonende wirken Geschenksets oder trendige Wohnaccessoires schnell veraltet. Zudem decken sich Prognosen nicht immer mit der tatsächlichen Nachfrage, sodass Händler mehr Ware vorrätig haben als nötig. Dieser Überschuss bindet Betriebskapital sowie wertvolle Regal- und Lagerflächen – selbst wenn das Produkt an sich einwandfrei, nützlich und von hoher Qualität bleibt.

Too Good To Go bietet Verbraucher*innen die Möglichkeit, diese einwandfreien Produkte zu entdecken und so beim Einkauf bares Geld zu sparen. Partnerbetriebe reduzieren zudem Verschwendung, führen ungenutzte Güter in die Wertschöpfungskette zurück und schaffen gleichzeitig Anreize für Filialbesuche und neue Kundenbeziehungen.

Marktübergreifender Rollout

«Too Good To Go begann mit der Rettung von Lebensmitteln, weil wir gesehen haben, wie absurd es ist, dass etwas so Wertvolles zu Abfall wird. Zehn Jahre später ist klar, dass dasselbe Prinzip auch über Lebensmittel hinaus gilt. Unsere Vision ist eine Welt ohne Verschwendung. Die Erweiterung des Marktplatzes ermöglicht es uns, diese Vision bei noch mehr Produkten des täglichen Bedarfs in die Tat umzusetzen», erklärt Mette Lykke. Für das Unternehmen bedeutet das, den Kauf von Überschussware zu einer selbstverständlicheren Wahl im Alltag zu machen und Unternehmen eine Plattform zu bieten, um mehr Produkte in der Wertschöpfungskette zu halten.

Je nachdem, wo Nutzer*innen die App öffnen, finden sie in Frankreich beispielsweise Produkte von Nivea, Neutrogena, Dove, Oral-B, Always und Head & Shoulders; Körperpflegeprodukte von Too Good To Go Partnern wie Inglot und Auchan in Polen oder Produkte aus dem Bereich Nutrition von Decathlon in Italien und Portugal. Blumen und Pflanzen sind über Partner wie Interflora in Dänemark und Schweden, Whole Foods Market in den USA sowie OBI und Hagebau in Österreich, der Schweiz, Italien und Deutschland erhältlich. Das jeweilige Angebot variiert je nach Markt und Filiale.

Auch in der Schweiz bestehen bereits Partnerschaften über den Lebensmittelbereich hinaus: Migros rettet als erster Partnerbetrieb seit Februar 2021 auch Schnittblumen über Too Good To Go. Seit März 2026 können bei OBI Schweiz zudem Pflanzen und Tiernahrung gerettet werden.

«Wir wollen Verschwendung dort vermeiden, wo wir konkret etwas bewirken können. Bei Lebensmitteln zeigt unsere Zusammenarbeit mit Too Good To Go bereits, wie einfache Lösungen im Alltag Wirkung entfalten. Deshalb gehen wir diesen Weg nun auch bei Blumen: Statt übrig gebliebene Sträusse wegzuwerfen, geben wir ihnen die Chance, jemandem Freude zu bereiten. Gemeinsam mit Too Good To Go finden wir diese Kundinnen und Kunden und ergänzen so unsere bestehenden Massnahmen gegen Verschwendung, die einen Unterschied machen», sagt Priska Ruch, Business Partner Nachhaltigkeit Food bei der Migros Supermarkt AG.

«Eine Pflanze mit kleinen Makeln oder Tiernahrung kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum sind viel zu schade für die Tonne. Gemeinsam mit Too Good To Go geben wir diesen Produkten eine zweite Chance. So schonen wir wertvolle Ressourcen und bieten unseren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, gute Ware zu attraktiven Preisen vor der Verschwendung zu retten», sagt Lena Steiner, Country Managerin OBI Schweiz.

Verschwendung als wirtschaftliches und ökologisches Versagen

Das Ausmaß von Lebensmittelverschwendung ist gut dokumentiert: Schätzungsweise werden rund 40 Prozent aller weltweit produzierten Lebensmittel verschwendet, was etwa 10 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verursacht (WWF, 2021). Vergleichbare branchenweite Schätzungen sind für Hautpflege, Heimtierbedarf, Blumen und Pflanzen, Nahrungsergänzungsmittel sowie Home-Produkte begrenzter. Doch die zugrunde liegende Realität ist dieselbe: Jedes Produkt benötigt Wasser, Energie, Rohstoffe, Arbeit und Logistik, bevor es im Regal landet. Wenn ein noch nutzbares Produkt zu Abfall wird, wurden diese Investitionen bereits getätigt – einschließlich der ökologischen Kosten, die der Planet trägt – ohne dass das Produkt seinen eigentlichen Zweck erfüllt hat.

Verfügbare Studien zur Ressourcenverwendung zeigen eindrücklich, worum es geht: Wasser macht im Durchschnitt mehr als zwei Drittel kosmetischer Formulierungen aus (Cosmetics Business, 2019). Die weltweite Produktion von Trockenfutter verursacht enorme Emissionen: Ihr CO₂e-Ausstoß macht rund 3 Prozent der weltweiten Emissionen der Landwirtschaft aus (Alexander et al., 2020). Bei Blumen kann der Ressourcenverlust nach der Ernte sogar bis zu 40 Prozent bedeuten (Keerthivasan et al., 2025). Produkte und Lieferketten unterscheiden sich, doch ein Produkt verliert nicht einfach seinen Wert, nur weil sein regulärer Verkaufsweg wegfällt.

Gleichzeitig achten Verbraucher*innen bei ihren alltäglichen Kaufentscheidungen zunehmend auf den Preis. Die Erhebung des Ipsos-Monitors “What Worries the World“ von September 2026 (Ipsos, 2026) zeigt den anhaltenden wirtschaftlichen Druck hinter diesem Wandel: 29 Prozent aller Befragten aus 30 Ländern nannten Inflation als eine ihrer größten Sorgen, womit der Preisanstieg zu den am zweithäufigsten genannten globalen Problemen zählt. Überschussware zu einem attraktiven Preis verfügbar zu machen, hilft Menschen, ihr Budget zu schonen und gleichzeitig Verschwendung zu reduzieren: So lässt sich wirtschaftlicher Nutzen mit positiver Umweltwirkung verbinden.

BEGINNE NOCH HEUTE, LEBENSMITTEL ZU RETTEN

Unsere App ist der weltweit grösste Marktplatz für überschüssige Lebensmittel. Wir helfen unseren Nutzer*innen, gute Lebensmittel zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis von lokalen Betrieben wie Cafés und Restaurants zu retten.

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